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Dienstag, 31. Januar 17 um 19:43 | Von: Fabian Müller

Fünf DRK-Techniker sind nach Störfall zur Stelle

Am 30.01.2017 beheizten Einsatzkräfte des Fachdienstes Technik und Sicherheit des DRK Rhein-Sieg die Werkstatt der Lebenshilfe Rhein-Sieg in Eitorf mittels mobiler Heizgeräte, nachdem dort aufgrund eines Störfalls die Wärmeversorgung versagte.
Eines von sieben Heizgeräte und ein Technik-LKW des DRK Rhein-Sieg

Eitorf. Es ist 5:00 Uhr morgens, als die Einsatzkräfte des DRK Rhein-Sieg bei der Eitorfer Werkstatt der Lebenshilfe Rhein-Sieg eintreffen. Die Helfer des Fachdienstes Technik und Sicherheit stammen aus den DRK-Ortsvereinen Windeck, Siegburg und Niederkassel, und haben Heizgeräte aus dem ganzen Kreisgebiet mitgebracht. Ihr Ziel: Die Beheizung der Werkstatt, die jeden Tag bis zu 400 Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen betreut.

Nachdem am vergangenen Freitag (27.01.2017) ein kurzer Stromausfall einen Kurzschluss in der Elektronik des Fernwärmelieferanten ausgelöst hatte, sind die Werkstätten unbeheizt. Ein Aufenthalt ohne Heizung ist im Werkstattbereich nicht denkbar, ist die Temperatur in den Räumlichkeiten stellenweise doch bis auf 12 Grad gefallen. Aufgrund des Betreuungsauftrages der Werkstatt kommt eine Betriebsstilllegung jedoch nicht in Betracht.

Schnelle Hilfe durch das Rote Kreuz

„Glücklicherweise besteht durch unseren Kollegen Peter Welteroth ein guter Kontakt zum DRK“, berichtet Gabriele Imhäuser, Betriebsstättenleiterin der Werkstatt der Lebenshilfe Rhein-Sieg am Standort Eitorf. „Wir hatten vor zwei Jahren schon einmal ein ähnliches Problem – auch hier war das DRK Rhein-Sieg schnell zur Stelle.“ Der DRK Kreisverband Rhein-Sieg will auch dieses Mal die Wärmeversorgung gewährleisten, bis die Heizungsanlage wieder in Stand gesetzt ist.

„Bereits gestern haben wir vorab zusammen mit den Mitarbeitern der Werkstatt zwei Ortstermine wahrgenommen, um den Einsatz zu planen“, erklärt Einsatzleiter Detlef Sommer. Ein eigens aus Schweden eingeflogener Techniker kümmert sich derweil um die Instandsetzung der Wärmeversorgung.

Sieben Heizaggregate für tausend Quadratmeter

Um 6:00 Uhr bauen die Helfer insgesamt sieben Zeltheizgeräte in den wichtigsten Räumlichkeiten auf: Vier Gruppenräume, zwei Werkstätten und der Speisesaal werden nun beheizt. Als die ersten Mitarbeiter eintreffen, ist die Temperatur in den beheizten Bereichen bereits um 2 Grad gestiegen, gegen 11:00 Uhr sind es angenehme 22 Grad auf den rund 1000 Quadratmetern der Einrichtung.

Um 13:00 Uhr ist der Defekt beim Fernwärmelieferanten behoben – es dauert jedoch bis 16:00 Uhr, bis die Heizungen in den Eitorfer Werkstätten der Lebenshilfe Rhein-Sieg wieder merklich warm werden. Erst dann können die Heizaggregate des DRK zurückgebaut werden. 200 Liter Kraftstoff sind nun aufgebraucht. Für die Helfer endet der Einsatz derweil erst um 21:00 Uhr – schließlich will das Einsatzmaterial gepflegt und verstaut werden.

Einsatzleiter Detlef Sommer ist derweil sichtlich stolz auf seine vier Techniker. „Manch einer hat sich extra Überstundenfrei genommen, um bei diesem Einsatz mit anpacken zu können.“  Leider sei an einem Heizgerät jedoch ein Defekt aufgetreten. „Die Reparatur wird sich nicht mehr lohnen“, teilt der DRKler bedauernd mit, „Das Ersatzteil kostet fast so viel wie eine neue Heizung.“